Mare e Sole

Mare e Sole

Nach dem Aufenthalt im trubeligen Mailand machten wir uns auf den Weg ans Meer. Wir wollten endlich die Füße ins Wasser halten und am Mittelmeer entspannen.

An dem Weg dorthin kann man ganz gut die Situation auf den Straßen hier beschreiben. In und um Mailand selbst ist zu jeder Zeit viel los. Der Verkehr ist aber leichter zu verstehen als die Regelungen zu den Umweltzonen. Bis zum Ende sind wir uns nicht sicher, ob uns irgendwann Zuhause ein Strafzettel erwartet, weil wir irgendwo entlanggefahren sind, wo man unseren Diesel nicht möchte. Aber das gehört wohl zu Mailand dazu.

Die Autobahn Richtung Genua war dann ziemlich leer und hat uns gezeigt, warum Rennsport in Italien Tradition ist. Enge Kurven und offenbar eher optionale Geschwindigkeitsbeschränkungen führen dazu, dass die Italiener selbst im Fiat Panda alle Spuren nutzen, um auf der Ideallinie die Autobahn entlangzuheizen. Eine Pause haben wir in einer Pizzeria gemacht, die für ihre kreativen Pizzen wohl sehr beliebt ist, denn nur mit Glück konnten wir überhaupt noch einen Tisch bekommen.

Und als wir dann ein Schläfchen an der Raststätte gemacht haben konnte man hier lokale Spezialitäten kaufen, die meilenweit von der Bockwurst entfernt sind, die man in Deutschland an so einem Ort geboten bekommt.

Am nächsten Morgen konnten wir einen der raren Plätze auf einem Campingplatz in Levanto ergattern und haben uns erstmal hier niedergelassen. Den Tag verbrachten wir dann am Strand und in verschiedenen Lokalen mit Pasta, Pesce und Aperitivo.

Den Donnerstag haben wir dann weiter sehr erfolgreich für Entspannung genutzt. Nach starkem Regen in der Nacht klarte es dann mittags auf und wir erkundeten ein wenig die Stadt. Traurigerweise wurde Fabi hier nicht wiedererkannt, obwohl er doch bereits vor 20 Jahren schon einmal hier in Levanto war. Zugegebenermaßen war er da auch noch ein bisschen kleiner.

Am Freitag waren wir dann wieder voller Energie für unseren nächsten Ausflug und fuhren mit dem Zug von Levanto in die schönen Dörfer der Cinque Terre. Zuerst starteten wir in Riomaggiore. Mit der Kombination aus kleinen Gassen, bunten Häusern und verdammt guter Laune hatten wir hier den perfekten Start.

Obwohl an allen Ticketstationen lange Schlangen waren, war es auf dem beliebten Weg Via dell’Amore nach Manarola überraschend leer. Wir konnten den kurzen Weg genießen und bei bestem Wetter auf die beiden Orte blicken.

Der Weg von Manarola zum nächsten Ort Corniglia ist leider seit einem Erdrutsch gesperrt, daher gingen wir hier nur soweit es ging und hatten noch ein paar tolle Aussichten.

Für den Umweg über das Landesinnere war es uns dann doch etwas zu heiß und wir fuhren mit der Bahn nach Corniglia. Dieser Ort liegt anders als die anderen nicht direkt am Meer sondern in einiger Höhe auf den Felsen. Daher brauchte es noch eine kurze Busfahrt vom Bahnhof aus, bis wir dann oben ankamen. Der Ort selbst bietet zwar schöne Aussichten, hat ansonsten aber nicht ganz den Charme der anderen Städte.

Auch wenn wir nun schon etwas erschöpft waren, nahmen wir hinunter zum Bahnhof doch die Treppe und wurden mit schönen Aussichten belohnt. Wir hatten uns entschieden, als letzten Ort noch Vernazza anzuschauen, Monterosso bleibt dann noch ein Ziel für die Zukunft.

In Vernazza war es zwar sehr schön, uns aber ein bisschen zu trubelig und so würden wir von den vier besuchen Städten an meisten Riomaggiore und Manarola empfehlen. Süß waren die Städte aber auf jeden Fall alle und die Cinque Terre (bzw. für uns Quattro Terre) haben sich ihre Beliebtheit auf jeden Fall verdient. Wir haben den Tag sehr genossen und viele Eindrücke gesammelt.

Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns noch Aperitif und Pizza und schauten uns dabei ein paar Bilder von Zuhause an. Da wird gerade der komplette Garten umgegraben und wir sind gespannt, was dort nach dem Urlaub auf uns wartet. Morgen ziehen wir wahrscheinlich weiter aber Levanto hat uns wirklich (wieder) sehr gut gefallen!

Verwandte Beiträge

Modemetropole

Modemetropole

Neues Jahr, neuer Roadtrip

Neues Jahr, neuer Roadtrip

Tricolore

Tricolore

Ein Tag im kleinsten Land der Welt

Ein Tag im kleinsten Land der Welt

No Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert